mercur handel

Mercur Handel ist seit 2001 ein verlässlicher Partner für Produzenten und Verbraucher von pflanzlichen Ölen und Derivaten wie Glyzerin, Fettsäuren und Fettalkohole. Dialog, Vertrauen und Zuverlässigkeit sind die Grundlagen unseres Geschäftes. Wir beobachten kontinuierlich globale Märkte, analysieren relevante Rahmenbedingungen und kommunizieren unsere Erkenntnisse mit unseren Geschäftspartnern. Ziel ist es, Tendenzen und Entwicklungen im prosperierenden Markt der nachwachsenden Rohstoffe zum gegenseitigen Nutzen zu antizipieren und die Interessen von Herstellern und Abnehmern in Einklang zu bringen. Pflanzliche Öle und Fette sind in einer Welt steigender Nachfrage ein Wachstumsmarkt. Als erfahrenes Handelshaus leisten wir unseren Beitrag, Produkte und Märkte zum Wohle unserer qualitätsbewussten Kunden weiter zu entwickeln.

Unsere Kompetenzen – Qualität, Zuverlässigkeit und Kommunikation

Wir sorgen dafür, dass unsere Kunden schnell und zügig versorgt werden. Das stellen wir durch eine aktive Bevorratung und Lagerhaltung sicher. Wir halten Waren in Tank- und Stückgutlager in Deutschland und im Großraum Rotterdam vor, von wo wir über Abfüllanlagen Kunden jederzeit zuverlässig beliefern können. Die Konfektionierung von Produkten und Mengen nach Kundenwunsch ist Teil unseres Angebotes. Für uns ist Qualität Voraussetzung eines jeden Geschäftes. Deshalb unterziehen wir unsere international bezogenen Waren einer eingehenden Qualitätskontrolle. Auch intern folgen wir mit den Zertifizierungen nach ISO 9001:2008, GMP+ und SQAS den Prinzipien von Verantwortung und Qualität. Handel und Kommunikation gehören zusammen. Wir haben permanent ein Ohr am Markt. So verfügen wir über stets aktuelle Informationen, die wir an unsere Geschäftspartner und die interessierte Öffentlichkeit zusammen mit anderen branchenrelevanten Neuigkeiten in Form regelmäßiger Marktberichte kommunizieren. Eine positive Presseresonanz ist für uns Ansporn und Verpflichtung, diesen Weg zum Wohle aller Partner fortzusetzen.

Pflanzenöle

Die Welt der Pflanzen ist reich an hochwertigen Ölen. Gewonnen werden sie über Pressung oder Extraktion von Samen und Früchten. Jedes Pflanzenöl besteht aus seiner eigenen Mischung von Fettsäuren und Sekundärstoffen. Dieser Mix macht sie für die Ernährung und/oder den technischen Einsatz sehr interessant. In der Industrie besteht ein großes Wachstumspotenzial für die nachwachsenden Quellen – technisch und weil sie Erdöl ersetzen können. Die Vielfalt der weltweit genutzten Pflanzenöle wird künftig weiter zunehmen.

Leinöl

Lein oder Flachs (lat.: Linum usitatissimum) zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wird heutzutage vor allem in Kanada und Osteuropa/Zentralasien angebaut. Das aus der dunklen Leinsaat gepresste, nussig duftende Öl steht wegen seiner bedeutenden Anteile an mehrfach ungesättigten Fettsäuren bei Verbrauchern und Industrie hoch im Kurs. Kaum eine andere Ölsaat verfügt über eine so hohe Konzentration an zweifach ungesättigter Linolsäure (14 bis 18 Prozent) und der dreifach ungesättigten alpha-Linolensäure (rund 50 Prozent). Damit ist Leinöl ein wichtiger Lieferant von Omega-3-Fettsäuren. Zudem enthält es mit rund 20 Prozent einfach ungesättigte Ölsäure. Zudem enthält es mit rund 20 Prozent einfach ungesättigte Ölsäure. Dank des spezifischen Fettsäure-Gemischs trocknet das Öl sehr schnell. Deshalb wird es in Farben und Lacken verwendet und zur Imprägnierung von Holz. Seine Eigenschaft zügig zu polymerisieren, macht sich die Kunststoffindustrie zudem bei der Herstellung von Linoleum zu Nutze.

Glyzerin

Glyzerin ist ein Zuckeralkohol, der in allen natürlichen Fetten und Ölen vorkommt. Er ist dort mit den Fettsäuren verestert. Da es immer drei Fettsäuren bindet, ist bei Fetten auch von Triglyzeriden die Rede. Bei Aufspaltung der Fette zum Beispiel zur Herstellung von Biodiesel entsteht Glyzerin in Reinform. Der süßlich duftende Stoff ist in vielen Produkten zu finden: wegen seiner wasserbindenden Eigenschaften zum Beispiel in Kosmetika, in Lebensmitteln und Tabak, als Futtermittel in der Landwirtschaft, Frostschutzmittel in der Industrie und als Präparat in der Pharmazie.

Fettalkohole

Die Fettalkohole werden aus Fettsäuren hergestellt. Sie bestehen wie die Säuren selbst aus einer meist geraaden Zahl von Kohlenstoffatomen, haben statt einer Carboxyl-Gruppe aber eine für Alkohol typische Hydroxyl-Gruppe (Sauerstoff und Wasserstoff). Fettalkohole sind analog zu ihrer Fettsäure gesättigt oder ungesättigt. In der Industrie werden sie für Waschmittel, Seifen und Cremes eingesetzt.

 

Octanol

Octanol ist ein kurzkettiger gesättigter Fettalkohol mit acht Kohlenstoffatomen, der aus Caprylsäure reduziert werden kann. Er wird zum Beispiel zur Produktion von Duftstoffen verwendet.

Fettsäuren

Fettsäuren sind wesentliche Bestandteile aller natürlichen Fette und Öle. Sie setzen sich aus unterschiedlich langen, zumeist unverzweigten Kohlenstoffketten zusammen, die mit einer Carboxyl-Gruppe (Kohlenstoff-Sauerstoff- und Wasserstoffatomen) verbunden sind. Bestehen zwischen den Kohlenstoffatomen einfache Bindungen, handelt es sich um gesättigte Fettsäuren. Liegen zwischen den einzelnen Atomen Doppelbindungen, sind die Fettsäuren ungesättigt. Kettenlänge, Anzahl und Ort der Bindungen klassifizieren die einzelnen Säuren. Fettsäuren sind für die Ernährung wichtig und für eine Vielzahl technischer Anwendungen gefragt.

Caprylsäure

Caprylsäure ist eine mit acht Kohlenstoffatomen kurzkettige, gesättigte Fettsäure und findet sich vor allem in Kokosöl, Palmöl und Butter. Sie wird zur Herstellung von Seifen, Farbstoffen, Insektiziden, Fungiziden und Arzneimittel verwendet.

Lecithine

Lecithine sind chemische Verbindungen, die in Fetten und Ölen vorkommen. Sie zählen zu den Phospholipiden und sind ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Die aus den Fetten und Ölen gewonnenen Lecithine werden in der Lebensmittelindustrie als Emulgatoren zur Verbindung von Wasser und Ölen verwendet. Auch für Futtermittel und in der Kosmetik kommen sie zum Einsatz.

Unternehmen

Management und Mitarbeiter haben die partnerschaftlichen Interessen stets im Blick.
Das Mercur-Team stellt sich vor:

Serdar Özdemir





Serdar Özdemir ist seit 2005 im Unternehmen. Der gelernte Industriekaufmann ist Geschäftsführer und in dieser Eigenschaft im kontinuierlichen Austausch mit Produzenten und Kunden. „Ich betreibe Handel aus Leidenschaft. Dafür sind Kontrakttreue und absolute Zuverlässigkeit untrennbare Voraussetzungen.“

Marktberichte

Ausgabe 1/2016 | 21.04.2016

Themen in dieser Ausgabe:

Starker El Niño - Geringe Konsequenzen für die Rohstoffpreise

Wetterextreme nehmen zu

Rizinusöl: Indische Produzenten erwägen Alternativen

Leinöl: China fragt wenig nach

Glyzerin: Preisschwäche trotz billigem Rohöl


Starker El Niño: verhaltene Effekte auf Rohstoffpreise

El Niño hat weltweit Überschwemmungen und Trockenheit ausgelöst. Dennoch blieben die Auswirkungen auf die globale Agrarproduktion bisher marginal. Für die kommenden Monate kündigt sich eine neue Wetteranomalie an.

Das Klimaphänomen El Niño hat im Winter und Frühjahr 2015/2016 in verschiedenen Regionen der Welt zu extremen Wetterereignissen geführt. Während der Westen Südamerikas Starkniederschlägen ausgesetzt ist, sehen sich weitere Teile Südostasiens und Ostafrikas mit ungewöhnlicher Trockenheit konfrontiert. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Landwirtschaft.

Niedrigere Getreide-, Reis- und Palmölernten

Nach einer Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) wird El Niño für einen Einbruch der Getreideernte auf den Philippinen und in Südafrika sorgen, ein vermindertes Reisangebot in Indonesien zur Folge haben und die Palmölproduktion in Malaysia beeinträchtigen. Wegen der El Niño-Trockenheit fallen in Australien Weizen- und Rapsernte geringer als erwartet aus ( >Seite 2). Diese Nachrichten sorgten an den internationalen Warenterminmärkten zu einem Anstieg einzelner Rohstoffnotierungen. So verteuerte sich Palmöl an der Börse in Malaysia seit dem Mehrjahrestief von Spätsommer 2015 und 450 Dollar je Tonne um mehr als 50 Prozent auf 690 Dollar Mitte April. Sojaöl stieg im gleichen Zeitraum an der Börse in Chicago um 25 Prozent auf 35 US-Cent je Pfund. Für Rapsöl waren in Rotterdam mit 810 Dollar je Tonne knapp zehn Prozent mehr zu bezahlen als vor Jahresfrist.

Hohe Vorräte

Die Sorgen um eine Beeinträchtigung des Sojaanbaus in Brasilien bewahrheiten sich indes nicht. Im Gegenteil: Die USDA rechnet in der laufenden Saison mit einer Rekordernte. Global erwartet die US-Behörde bei den neun volumenstärksten Ölsaaten nur einen relativ marginalen Rückgang der globalen Erntezahlen 2015/2016 um 1,7 Prozent auf 527 Millionen Tonnen. Auch die Vorräte in den weltweiten Lagern bleiben mit knapp 90 Millionen Tonnen üppig. Lediglich bei den Ölen selbst prognostiziert die USDA wegen des steigenden weltweiten Verbrauchs einen Rückgang der Vorräte auf den tiefsten Stand der letzten fünf Jahre. "In den hohen Ernteerwartungen und Lagerbeständen sind die Hauptgründe dafür zu sehen, dass trotz der heftigen Folgen des aktuellen El Niño die Rohstoffpreise nur verhältnismäßig moderat reagieren", sagt Torsten Randt, Geschäftsführer des auf den Handel von nachwachsenden Rohstoffen und ihren Derivaten spezialisierten Mercur Handel GmbH aus Düsseldorf.

Extremwetter: La Niña könnte El Niño ablösen

Allerdings sollten die Marktteilnehmer wachsam bleiben. "Meteorologen stellen weltweit eine Zunahme von Extremwetterereignissen fest. Auch globale Rückversicherer kalkulieren das in wachsendem Maße in ihren Schadenserwartungen ein", so Mercur-Chef Randt. Ein größeres Schadensereignis könnte für die globalen Agrarmärkte dann eintreten, wenn zusammenhängende Anbauräume etwa in Nord- und Südamerika großflächig betroffen würden. Vor diesem Hintergrund ist die Weiterentwicklung von El Niño interessant. Derzeit beobachten Meteorologen eine deutliche Abkühlung der hohen Wassertemperaturen im tropischen Pazifik, die El Niño ausgelöst haben. So ergaben Prognosen der Australischen Wetterbehörde BOM zuletzt eine 50prozentige Wahrscheinlichkeit, dass sich das Meer so weit abkühlen werde, dass das gegenteilige Wetterphänomen La Niña ab Spätsommer auftreten könnte. Dieser Wechsel der maritim-atmosphärischen Ereignisse im Pazifik ist nicht ungewöhnlich. Auch La Niña hat enorme Folgen für die globale Niederschlagsverteilung. Die Wetteranomalie verhält sich oftmals spiegelbildlich zu El Niño und kann dafür sorgen, dass dort, wo dieser Überschwemmungen bringt Dürre Einzug hält und umgekehrt. So könnte der Palmölanbau erneut betroffen sein, diesmal durch Überflutungen statt Trockenheit, und auch der Sojaanbau mit seiner geografischen Konzentration auf Nord- und Südamerika ist verwundbar. La Niña sorgt typischerweise für übermäßige Niederschläge in ganz Lateinamerika und Trockenheit in den nordamerikanischen Anbaugebieten.
( > Seite 2 )

"Noch ist es für eine Prognose zu früh", sagt Mercur-Geschäftsführer Randt. "Angesichts einer Zunahme von globalen Extremwetterereignissen sind Teilnehmer an den Agrarmärkten gut beraten, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Im Interesse unserer Kunden ist das für uns eine Selbstverständlichkeit."

 

Leinöl und Rizinusöl: Nachfrage verhalten – Angebot gut

Die beiden Spezialitäten-Ölsaaten Lein und Rizinus befinden sich im Frühjahr 2016 in einer komfortablen Angebotslage. Zugleich sehen sich beide nachwachsenden Rohstoffe einer verhaltenen Nachfrage aus China gegenüber. Diese kann durch Impulse aus anderen Märkten nicht vollumfänglich kompensiert werden.

Ein milder Winter in den Anbauregionen Osteuropas sorgt für ein gutes Angebot an Leinsaat in Europa. Die moderaten Temperaturen in den Wintermonaten in Deutschland und Mitteleuropa haben zudem den Bedarf an Leinkuchen als Futtermittel für die Tiere im Vergleich zu früheren Jahren moderat ausfallen lassen. Die Versorgung mit Leinsaat dürfte in den kommenden Wochen weiter gut bleiben.

Nachdem die indischen Bauern im vergangenen Jahr in gewohnten Quantitäten Rizinus angepflanzt hatten und nach Auskunft heimischer Marktteilnehmer auch ausreichend Niederschläge in den Anbaugebieten zu verzeichnen waren, kann der Markt in Europa in diesem Jahr mit einer guten Versorgung mit Rizinusöl aus Indien rechnen. Aufgrund der Zurückhaltung chinesischer Marktakteure zeigen sich die Preise für das Öl im Vergleich zum Vorjahr tiefer. Im laufenden Jahr pendeln sie um die Marke von 1.000 Dollar je Tonne.

Aufgrund der relativen Preisschwäche von Rizinus im Vergleich zu anderen Ölsaaten und Vergleichsrohstoffen sehen indische Beobachter eine nicht unerhebliche Wahrscheinlichkeit, dass sich die heimischen Landwirte bei der diesjährigen Aussaat umorientieren. Insbesondere Erdnüsse, deren Öl sich preislich besser entwickelt hat als Rizinusöl könnte für die Bauern zu einer Alternative werden. Sollten viele Agrarwirte von dieser Option Gebrauch machen, besteht mittelfristig Potenzial für einen erneuten Preisauftrieb.

 

Glyzerin: Preisrutsch trotz billigem Öl

Obwohl Erdöl auf sehr tiefem Niveau notiert, haben sich die Preise für Glyzerin nicht weiter erhöht, sondern sind nach dem Anstieg bis zum Herbst im Verlauf des letzten halben Jahres wieder gefallen. Zu den Gründen zählen nach unseren Erkenntnissen eine eher zurückhaltende Industrienachfrage und der konstante Bedarf für Biodiesel in Europa, der sich ein Stück weit unabhängig vom niedrigen Preisniveau für konventionelles Öl entwickelt. So berichtete das Statistische Bundesamt von relativ starken Biodieselexporten aus Deutschland 2015. Länder wie Schweden und die Tschechische Republik hätten demnach ihre Importnachfrage erhöht. Auch die kanadische Rapsanbauvereinigung Canola Council of Canada sprach Anfang April von erheblichen Exporten in die EU im Zeitraum September 2015 bis März 2016. In der vergleichbaren Vorjahresperiode sei so gut wie keine Ölsaat nach Europa geliefert worden. Ein Grund sieht die Organisation im Rückgang der Rapsproduktion in Australien und der Ukraine, was auch zum Preisanstieg für Rapssaat in den letzten Monaten beigetragen habe. Grund für die geringere australische Ernte war laut der nationalen Pflanzenölvereinigung AOF der El Niño. Glyzerin entsteht bei der Produktion von Biodiesel aus Rapsöl und anderen dafür eingesetzten Pflanzenölen.

Marktbericht kostenlos abonnieren

Presseresonanz

Agrarzeitung 09.10.2015 El Niño: Experten rechnen mit heftigen Wetterextremen  
Farbe und Lack 18.06.2015 Nachwachsende Rohstoffe erholen sich
Farbe und Lack 26.03.2015 Nachwachsende Rohstoffe trotzen Ölpreisverfall
Forstzeitung Österreich 01.11.2014 Preisschwankungen bei Holz- und Leinöl für den Holzschutz  
Möbelfertigung 14.10.2014 Mercur-Marktanalyse  
VDI-Nachrichten 30.05.2014 Nachwachsende Rohstoffe: Fliegen mit Kraftstoffen der zweiten Reihe  
Phänomen Farbe 02.03.2013 Jahresrückblick: Hohe Preisschwankungen bei nachwachsenden Rohstoffen für Farben und Lacke  
Euro am Sonntag 01.06.2012 Agrarrohstoffe: Die neuen Ölfelder  
Energie aus Pflanzen 01.05.2012 Rizinus: Traditionspflanze für Biodiesel  
Phänomen Farbe 25.04.2012 Mercur-Marktanalyse: Preise für Leinsaaten steigen  

Impressum / Kontakt

mercur handel gmbh
Mörsenbroicher Weg 66
40470 Düsseldorf
Tel.: 0211 159887-0
Fax: 0211 159887-87
info@mercurhandel.com

HRB Düsseldorf 41788
Ust-id Nr.: DE 813340441

GMP Zertifikat
HACCP Zertifikat
ISO 9001 Zertifikat